Erfahrungaustausch und Beispiele

Landwerke Rosenow GmbH

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Übersicht des Nahwärmenetzes der Landwerke Rosenow GmbH

Übersicht des Nahwärmenetzes der Landwerke Rosenow GmbH

Um den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Rosenow die Vorzüge einer ökologischen, ökonomischen und besicherten Fernwärmeversorgung zu bieten, wurde am 18.03.2013 die Landwerke Rosenow GmbH gegründet. Deren Aufgaben liegen in der Beschaffung der Wärmeenergie, die zu 80% von der ortsansässigen Biogasanlage der Bioenergie Rosenow GmbH geliefert wird, und in der Verteilung der wohligen Wärme zu den Kunden.

Die Wärmeenergie wird durch aufgeheiztes und gesondert aufbereitetes Wasser von der Erzeugung zum Endverbraucher übertragen. Hierzu wird über eine Heizzentrale I die Wärmeenergie der Biogasanlage durch einen 57 m³ (1.320 kWh) großen Puffer- bzw. Reservespeicher in die Heizzentrale II befördert. In dieser befinden sich neben den Verteilungs-, Steuer- und Regeleinrichtungen zu dem rund 5,6 km langen Verteilungsnetz auch die 2 Gaskessel für die Versorgungsbesicherung (siehe Übersicht). Am Ende der Verteilung werden durch 66 geeignete und platzsparende Übergabestationen die angeschlossenen Kunden mit der benötigten Wärme und Trinkwarmwasser versorgt.

Zu den Kunden zählen die Gemeinde, zahlreiche Unternehmen und mit derzeitigem Ausbaustand 43 Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die gemeindeeigenen Einrichtungen wie der Kindergarten, die Grundschule, die Turnhalle, das Sportlerheim, die Neubaublöcke des Kastorfer Weges und die Gemeindebüros in der Tarnower Straße sind an das Nahwärmenetz angeschlossen.

Mit dem Abschluss der Baumaßnahme in 2017 kann in nahezu allen Ortslagen des Dorfes eine Fernwärmeversorgung angeboten und somit ca. 70% des Wärmebedarfes in der Gemeinde Rosenow erbracht werden. Durch eine Leistungserweiterung kann auch zukünftigen Anschlussnehmern eine ökologische Vollwärmeversorgung angeboten werden. Mit den bisherigen Maßnahmen und dem geplanten Ausbau der Biogasanlage ist eine Vollversorgung von Rosenow mit CO2-neutraler und umweltbewusster Wärmeenergie möglich. Bei einer jährlichen Wärmelieferung von rund 2.500.000 kWh werden über 700 Tonnen zusätzliche CO2-Belastung eingespart.

Durch Partner- und Serviceunternehmen wird den Kunden darüber hinaus ein Rundumservice angeboten, der über einen 24 Stunden Bereitschaftsdienst abgesichert wird. Diese und viele weitere organisatorische Aufgaben übernimmt die Wärmeversorgung Stavenhagen GmbH.

Europahaus Dümmer

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Europahaus Dümmer

Das Gemeinschaftshaus in der Gemeinde Dümmer wird von der Gemeinde selbst sowie vom Dachverband der Wandergesellen (CCEG) als internationale Begegnungsstätte genutzt. Neben einem vielseitig nutzbarem großem Saal stehen Beherbergungsplätze für Wandergesellen zur Verfügung. Das Besondere an dem Bauprojekt: Die Bauleistungen wurden überwiegend durch die Wandergesellen, teilweise aus anderen Ländern Europas, selbst erbracht. Das vorwiegend aus Naturbaustoffen erbaute Haus wird durch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Erdwämesondenanlage beheizt. Die Wärmepumpe erzeugt eine nutzbare Wärmemenge von 39.530 Kilowattstunden (kWh). Es werden  jährlich 10 Tonnen klimaschädliches CO2 vermieden.

Regenerative Beheizung der Kläranlage Neubukow

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Heizungsanlage Kläranlage Neubukow

Der Zweckverband "Kühlung" in Neubukow nutzt die Wärme des Abwassers, um damit die Gebäude der Kläranlage zu beheizen. Durch einen Doppelrohrwärmeaustauscher wird dem Abwasser Wärme entzogen, die über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe den Heizkreislauf der Gebäudeheizung versorgt. Durch diese Investition werden eine Energieeinsparung von ca. 28.800 Kilowattstunden (kWh) und eine Emissionsminderung von bis zu 17 Tonnen CO2 pro Jahr erreicht.

Ganzheitliches Energiekonzept in Rostock

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WIRO Eisspeicher

 

 

Die Wärmeversorgung zwei neuer Wohnhäuser der WIRO Wohnen in Rostock GmbH wird durch ein innovatives Energiegesamtkonzept gewährleistet. Beheizt werden die Wohnungen ausschließlich durch Fußbodenheizungen, die Wärme stammt aus einem sogenannten Eisspeicher. Dieser wird mit Sonnenenergie und Erdwäme aufgeladen. Durch eine Wärmepumpe wird dem Wasser im Eisspeicher die Wärme entzogen, die dann zur Raumbeheizung genutzt wird. Das durch diesen Prozess wieder gefrorene Wasser wird durch die Solar- und Erdwäme wieder aufgetaut, sodass der Vorgang beliebig oft wiederholt werden kann. Durch diese Technologie können CO2-Emissionen in Höhe von 62 Tonnen jährlich vermieden werden. Die Heizkosten der Bewohner sinken um rund 25 bis 30 % jährlich.

Energiekostensenkung durch Einbau einer Wärmepumpe

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Wärmepumpe Dieckhof

Um die hohen Heiz-, Wartungs- und Instandhaltungskosten der firmeneigenen Heizthermen zu senken, investierte die Krutzinna Gebäudetechnik GmBH aus Diekhof in eine Erdwärmekollektoren-Heizung. Diese Wärmepumpe erbringt eine thermische Leistung von 49,95 Kilowatt (kW), ihre Jahresarbeitszahl beträgt 4,3. Mit der Wärmepumpe werden jährlich ca. 6.000 Euro für Flüssiggas und 24,1 Tonnen CO2 eingespart.

Intelligentes Beleuchtungsmanagement Ostseebad Heringsdorf

LED Heringsdorf13x18IMG_9825.jpgDetails anzeigen
LED Heringsdorf13x18IMG_9825.jpg

Im Ostseebad Heringsdorf wurde die herkömmliche Straßenbeleuchtung auf energiesparende Leuchtdioden(LED)-Technik umgerüstet. Durch ein intelligentes Beleuchtungsmanagement können die Lichtpunkte individuell und bedarfsgerecht an die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden. Durch diese Maßnahme kann eine jähliche Energieeinsparung von 137 Megawattstunden (MWh) und eine Vermeidung von CO2-Emissionen bis zu 65 Tonnen pro Jahr realisiert werden.

Biomassefeuerung mit ORC-Modul in Parchim

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ORC-Modul Parchim

Um die Umweltbilanz und die Gesamtwirtschaftlichkeit der Fernwärmeversorgung bei parall gestiegener Abnahme zu steigern, errichtete die Stadtwerke Parchim GmbH zusätzlich zu den vorhandenen zwei Blochheizkraftwerken (BHKW) und drei Heizkesseln ein Biomasse-BHKW mit nachgeschaltetem Organic Rankine Cycle (ORC)-Modul. Das ORC ist ein Verfahren, bei dem eine Dampfturbine mit einem anderen Medium als Wasserstoff betrieben wird. Indem in der parchimer Anlage heimische Rest- und Abfallhölzer energetisch verwertet werden, wird die regionale Wertschöpfung erhöht und die Nutzung von Erdgas zur Wärmeerzeugung gemindet. Entstehende Elektroenergie wird ebenfalls in das Stdtwerkenetz eingespreist. Durch den Betrieb des Biomasse-BHKW können 2.700 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.

Energetische Sanierung Amtshaus Bad Doberan

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Amtshaus Bad Doberan

Das denkmalgeschützte "Amtshaus" in Bad Doberan wurde mit dem Ziel saniert, eine möglichst hohe Energieeffizenz zu erreichen sowie eine wirtschaftliche und nachhaltige Nutzung zu ermöglichen. Ein mit Biogas betriebenes Mini-KWK liefert neben Strom für den Eigenverbrauch auch Wärme für die mit einer Wärmepumpe betriebene Heizungsanlage. Zusammen mit weiteren Energieeffizenzmaßnahmen wird der so der jährliche Energieverbrauch um 67 Megawattstunden (MWh) reduziert und eine CO2-Verminderung von 16 Tonnen pro Jahr erreicht.

Blockheizkraftwerk Dänholm

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Blockheizkraftwerk Dänholm

Im Sommer 2014 nahm das Blockheizkkraftwerk (BHKW) auf dem Dänholm seinen Betrieb auf. Die SWS Natur GmbH investierte insgesamt 2,3 Millionen Euro. Das BHKW wird mit Bio-Methan betrieben. Durch die Substitution von Heizöl können die CO2-Emissionen um 2.300 Tonnen pro Jahr reduziert werden.