Der Verkehrsbereich hat in Mecklenburg-Vorpommern wie in allen entwickelten Volkswirtschaften einen erheblichen Anteil an den CO2-Emissionen. Dabei hat der motorisierte Individualverkehr seit der deutschen Wiedervereinigung stark gegenüber dem ÖPNV zugenommen. Die Förderung des ÖPNV stellt daher einen entscheidenden Beitrag des Landes zum Klimaschutz und zur Energieeinsparung im Verkehrsbereich dar. Hauptziel ist dabei, den ÖPNV zu einer Alternative zum motorisierten Individualverkehr zu entwickeln und damit eine landesweite bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen.
Insbesondere der Güterverkehr hat in den vergangenen Jahren erhebliche Zuwachsraten zu verzeichnen. Mecklenburg-Vorpommern verfolgt deshalb das Ziel, vor allem den Schienenverkehr und den Seeverkehr zu stärken. Mit seinen modernen Hafenstandorten und gut ausgebauten Hinterlandanbindungen bringt das Land gute Voraussetzungen hierfür mit. Dieses Potenzial gilt es in Zukunft im Rahmen der internationalen Nord-Süd- sowie Ost-West-Transportkorridore stärker zu nutzen. Mit der Einbindung der Verkehrsknotenpunkte des Landes in die vorrangigen transeuropäischen Netze soll die Güterverlagerung von der Straße auf die Schiene bzw. auf die Wasserwege noch besser gelingen. Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen sollen den Schienen- und Schiffsverkehr leistungsfähiger und attraktiver machen.
Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flächenland mit einem Grundbedarf an motorisiertem Individualverkehr. Die Landesregierung verfolgt insbesondere das Ziel, durch Verkehrsmanagement Verkehrsabläufe reibungslos zu gestalten. Mit der Optimierung der Verkehrsinfrastruktur und flüssigen Gestaltung des Verkehrs können zudem Emissionen reduziert werden. Insbesondere das Bundesfernstraßennetz, aber auch die Landesstraßen, bieten hierfür noch ausreichende Optimierungspotenziale.
Auf dem Sektor der Zukunftstechnologien will sich Mecklenburg-Vorpommern auch für den verstärkten Einsatz alternativer Antriebssysteme einsetzen.
Der Fahrradverkehr hat für die Mobilität der Bevölkerung eine vielfach unterschätzte Bedeutung. Viele Wege über kurze Distanzen, die mit dem Auto zurückgelegt werden, lassen sich auch mit dem Fahrrad absolvieren. Hier gibt es noch erhebliche Verlagerungspotenziale. Zur Aktivierung dieser Potenziale ist der weitere Ausbau des landesweiten Radwegenetzes und der flankierenden Infrastruktur erforderlich, wie z. B. öffentliche Fahrradverleih-Angebote. Zur Förderung des innerstädtischen Fahrradverkehrs sind Radwegekonzepte zu erarbeiten, die sicheres Radfahren als Alternative zu anderen Verkehrsmitteln ermöglichen.