Das neue Internetportal "KlimaScout" des Klima-Bündnisses unterstützt bei der Anpassung an den Klimawandel. Kommunen zeigt er Rahmenbedingungen zur Anpassung auf, dient als Leitfaden zur Entwicklung von Anpassungsstrategien und stellt einen Maßnahmenkatalog zur Verfügung. Für Privatpersonen enthält die Webseite Ratschläge etwa zum Umgang mit starker Hitze oder Kälte, Hinweise zur Absicherung von Heim und Garten oder Tipps zum Gesundheitsschutz. Im KlimaScout können Informationen nicht nur im Wiki-Format abgerufen, sondern nach einer einfachen Anmeldung auch selbst bearbeitet und neu angelegt werden. Der KlimaScout wird gefördert vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
Am 25. September 2012 zeichnete Dr. Helge Braun, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Projekt "Stralsund 2052" aus insgesamt 180 Bewerbungen aus. Es erhält eine Förderung in Höhe von 35.000 Euro. Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit im Klimarat der Hansestadt Stralsund und das Netzwerk UmweltBildung Stralsund hatten sich auf eine Ausschreibung des BMBF und des Rates für nachhaltige Entwicklung beworben. 22 Partner unterstützen das Vorhaben. "In den nächsten 12 Monaten werden wir insgesamt neun Maßnahmen umsetzen", sagt Tilman Langner, Vorstand im Umweltbüro Nord e.V., der das Projekt koordiniert. So sollen öffentliche Veranstaltungen durchgeführt und Multiplikatoren geschult werden, und Umweltbildungseinrichtungen in der Region werden gemeinsame Bildungsangebote für Schulklassen auf die Beine stellen.
Wie bilanziere ich die CO2-Emissionen in meiner Kommune? Welche Überlegungen stecken hinter Begriffen wie Quellenbilanz, Verursacherbilanz, Lebenszyklus-Ansatz und IPCC-Methode? Auch Ökostrom, Temperaturbereinigung und der Verkehrsbereich sind knifflige Themen bei der Erstellung einer CO2-Bilanz.
In einer 32-seitigen Broschüre werden die oben stehenden Begriffe erklärt und die Regeln für eine CO2-Bilanzierung im Klima-Bündnis erläutert. Im Spannungsfeld zwischen ethischen Prinzipien und Datenverfügbarkeit wurden seit der Gründung des Klima-Bündnis bis heute pragmatische Ansätze diskutiert und entwickelt. Die vorliegenden Bilanzierungsregeln beschreiben den heutigen Stand.
Darüber hinaus wird das Konzept, das hinter der Bilanzierungssoftware ECORegion steckt, ausführlich erläutert. Wenn Sie eine kommunale CO2-Bilanz erstellen wollen, sollten Sie diese Broschüre auf jeden Fall lesen.
Im Rahmen der Kampagne "Klimadetektive" stellt das Umweltbüro Nord e.V. aus Stralsund Schulen Informationen und Materialien für den Klimaschutz und die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zur Verfügung. Damit werden bislang überwiegend die Klassenstufen 5-10 angesprochen; die Klassenstufen 1-4 sowie 11-12(13) sollen künftig stärker berücksichtigt werden.
Bis 2013 können bundesweit 400 schulische Solaranlagen mit einer Anzeigetafel für die Leistung der PV-Anlage sowie einem Datenlogger zur Speicherung der Daten ausgestattet werden. Gleichzeitig erhalten sie die vom UfU entwickelten Unterrichtseinheiten, um das Thema in die pädagogischen Abläufe zu integrieren. Zugleich werden die Schulen in den Klimaschutzschulenatlas als Plattform zur Vernetzung eingetragen. Kontakt: Frau Koch und Frau Sievert, Tel. 030-428499323, E-Mail: ulrike.koch@ufu.de bzw. korinna.sievert@ufu.de.
Der Klimalotse ist ein neues Informationsangebot des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt. Er unterstützt Organisationen bei der Entwicklung eigener Strategien zur Anpassung an den Klimawandel. In fünf Schritten können Nutzer und Nutzerinnen sich mit den zentralen Fragestellungen und Methoden für die Anpassung von Organisationen an den Klimawandel vertraut machen. Angesprochen werden vor allem Vertreter von Kommunen, kleinen und mittleren Unternehmen, öffentlich-rechtlichen Körperschaften sowie Wirtschafts- und Umweltverbänden in Deutschland. Das Angebot enthält spezifische Informationen und Beispiele und setzt keine Vorkenntnisse voraus.
Der Klimalotse ist über www.klimalotse.anpassung.net kostenfrei öffentlich zugänglich.