Nutzung der Tiefengeothermie

Inhaltliche Beschreibung

Die geologischen Verhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern lassen flächendeckend in einer Tiefe von 1.000 - bis 2.500 m die energetische Nutzung thermaler Wässer aus dem tieferen Untergrund zu.

Mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird derzeit in Schwerin-Lankow das Projekt „Thermische Nutzung der vorhandenen Thermalsohle zur Fernwärmeversorgung in der Stadt Schwerin“ durch die Stadtwerke Schwerin umgesetzt. Hierzu soll aus einer Tiefe von 1.250 m Thermalwasser gefördert werden. Die geothermische Wärme soll mit Hilfe von Wärmepumpen direkt am Standort des Heizkraftwerkes Schwerin-Lankow in das zentrale Fernwärmenetz der Stadtwerke eingespeist werden. Die Betriebsaufnahme ist für April 2018 vorgesehen.

Weitere geplante Tiefengeothermie-Projekte zur Wärmeversorgung sind die Vorhaben der Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft eG und der Disa energy GmbH (auf Usedom).

Für die Region Müritz liegen bereits Erkenntnisse zur Nutzbarkeit der Potenziale der Tiefengeothermie in Form eines Regionalen Entwicklungskonzeptes vor.

Das Energiekonzept des Regionalen Planungs-verbandes Westmecklenburg weist ebenfalls große Potenziale der geothermischen Nutzung aus.

Die Auswertung der Studie zur balneologischen Nutzung geothermaler Vorkommen hat ergeben, dass eine Nutzung der Tiefengeothermie durch die energetisch-balneologische Kombination in touristisch geprägten Regionen empfehlenswert ist. Besonders geeignet ist hier die Insel Usedom. Eine Solegewinnung für balneologische Zwecke findet derzeit an vier Standorten in Mecklenburg-Vorpommern statt: Heringsdorf (Ostseetherme), Binz (Seehotel), Putbus (Badhaus Goor) und Waren (Warener Badesalz und Thermalsole).


Zeitlicher Bezug

kurzfristig


Räumlicher Bezug

Land Mecklenburg-Vorpommern, hier insbesondere die Insel Usedom, Waren-Müritz-Region, Neubrandenburg, Schwerin


Akteure

Kommunen, Hoteliers, Energieunternehmen, Betreiber von Thermen


Kosten & Finanzierung

Wirtschaftliche Investitionen mit Förderung durch das Marktanreizprogramm der Bundesregierung und das Land Mecklenburg-Vorpommern (Klimaschutz-Förderrichtlinien,)