Sonnenenergie

Sachstand

Mecklenburg-Vorpommern besitzt im deutschlandweiten Vergleich gute Voraussetzungen zur Nutzung der Sonnenenergie sowohl zur Stromerzeugung als auch zur thermischen Nutzung. Gemäß den Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur hat Mecklenburg-Vorpommern mit Stand Dezember 2018 eine Gesamtleistung von 2.131 MW erreicht. Unter Annahme einer Volllaststundenzahl von 950 können die Photovoltaik-Anlagen in MV 2.024 GWh Strom erzeugen. Nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien umfasst die thermische Nutzung der Sonnenenergie mit Stand Ende 2013 eine installierte  Kollektorfläche von 160.000 m² mit einer gelieferten Energiemenge von 57 GWh.

Die Nutzung der Sonnenenergie ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen; im Bundesvergleich agiert Mecklenburg-Vorpommern gemessen an der installierten Leistung im Mittelfeld. In den Ausschreibungen zur Förderung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen werden regelmäßig Zuschläge erzielt; im Bundesländervergleich agiert Mecklenburg-Vorpommern im obersten Bereich. Seit Beginn der Ausschreibungen im Jahr 2015 wurden 19 PV-Freiflächenprojekte mit einer Gesamtleistung von 203 MW realisiert, für 44 bezuschlagte Projekte steht die Realisierung bevor. Das Energieministerium begleitet die Unternehmen bei den Ausschreibungen und darüber hinaus.

Es wird angestrebt, den Mieterstrom im Land stärker zu nutzen. Das Energieministerium hat gemeinsam mit den wirtschaftlich tätigen Akteuren dazu eine Projektgruppe zur Erarbeitung eines Rahmenplans initiiert. Bundes-Förderprogramme zur thermischen Nutzung der Sonnenenergie werden noch unzureichend genutzt und die Potenziale zur Integration in vorhandene technische Anlagen sind noch nicht ausgeschöpft.

Insbesondere der Forschungsbereich ist im Land noch ausbaufähig.

Der 2013 gegründete Solarverband MV e. V. hat sich erfolgreich etabliert. Das Energieministerium und die Branche arbeiten sehr konstruktiv.

 

Ziele

Steigerung der Nutzung der Sonnenenergie, Erzeugung von ca. 1.600 TWh in 2025


Adressaten

Landesregierung, Gemeinden, Investoren, Bürger, Universitäten und Hochschulen