Fahrradverleih im Verbund mit ÖPNV

Inhaltliche Beschreibung

Eine sinnvolle und CO2-sparende Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sind Fahrradverleihstationen. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes kann hierdurch eine Verlagerung von bis zu 30 % der Fahrten im Kurzstreckenbereich bis 6 km erfolgen. Dabei lassen sich pro Jahr rund 7,5 Mio. Tonnen CO2 einsparen. Hiermit wird deutlich, dass der Radverkehr bei einem im Vergleich zum motorisierten Verkehr geringen Mitteleinsatz eine hohe Wirkung hinsichtlich der Reduzierung von CO2 und weiteren Schadstoffen hat.

Radstationen mit Unterstellmöglichkeiten, Fahrradverleih und ggf. weiteren Dienstleistungen wie Reparatur und Reinigung kommen insbesondere an Bahnhöfen größerer Städte in Betracht.

Das Rad kann aber auch eine wesentliche Rolle in der ländlichen Mobilität spielen, sofern ÖPNV und Radverkehr hinreichend aufeinander abgestimmt werden. Hierzu gehören etwa Bus-Fahrrad-Stationen mit hoher qualitativer Ausstattung und Busse sowie Züge des Schienenpersonennahverkehrs, die Räder in ausreichender Anzahl mitnehmen können.

Eines von sieben Modellprojekten zur Umsetzung des Nationalen Radwegeplanes ist UsedomRad, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für den Zeitraum 2009 bis 2012. Es umfasst ein inselweites Fahrradverleih- und Rückgabesystem.

Zeitlicher Bezug

mittelfristig

Räumlicher Bezug

Regional

Akteure

Kommunen, ÖPNV-Aufgabenträger, Bundes- und Landesregierung, DB Station&Service AG, Verkehrsunternehmen, Verbände

Kosten & Finanzierung

Förderung der Investition sowie der Entwicklungs- und Anlaufphase, später kostendeckender Betrieb bzw. Gewinnorientierung